Blogstöckchen: Was ist für mich Bewusstsein?

Michael Rajiv SHAH hat mir auf Twitter das Blogstöckchen zugeworfen und mich gebeten, folgende Fragen zu beantworten. Das tue ich sehr gerne und bin gespannt, welche Antworten mein Bewusstsein auswirft:

  1. Was ist BewusstSein für mich?
    Als Person in Form erfahre ich Aspekte des Bewusstsein, nehme sie mehr oder weniger bewusst wahr. Dann gibt es auch Momente der Formlosigkeit, wenn ich mich nicht mehr mit meinen Attribuierungen (Mensch, Körper, Vater, Consultant, Ehemann, Blogger) behaftet sehe, sondern mich als Bewusstsein erfahre. Dualität und Trennung  entschwinden. Oft wird das Bild des Sees verwendet, der bei Stille das eigene Spiegelbild erblicken lässt. Es ist ein Erkennensprozess, der aber mehr mit Wegnehmen zu tun hat als mit Anreicherungen (obwohl ich für die Erfahrungen mit Gott sehr dankbar bin). Ein sich-selbst-verlieren in sich SELBST (ich schreibe es groß, weil SELBST ein höheres, allumfassendes göttliches Bewusstsein ist).
  2. Wie hängen BewusstSein & SocialMedia für mich zusammen?
    SocialMedia findet, wie alles auf dieser Welt, im Kopf statt und wird durchs Bewusstsein geschaffen. Vor allem bei SocialMedia fällt es besonders intensiv auf, weil eine komplette länder-, sprachen- und themenübergreifende, (a)synchrone Kommunikationswelt auf dem SmartPhone entsteht, die viel auslöst, lehrt, unterhält, motiviert, reizt, erheitert und lieben lässt, obwohl man nur auf ein kleines Display starrt.
    Darüber hinaus lege ich Wert auf das Genießen von Tweets & Blogpostings, Stichwort ist hier „Slow Media“. Daher fasse ich monatlich meine Favs/Lieblingstweets in meine „Twitter Nuggets“ zusammen.
  3. Wie nutze ich Bewusstsein im Business?
    Ich reise auch deshalb sehr viel zum Kunden, weil ich meine Fühler weiter ausstrecken und intuitiver arbeiten kann. Vor allem bei Gesprächen auf dem Flur, beim Kaffee und Mittagessen bekomme ich wichtige Informationen mit, die mir helfen, meine Projekte zu steuern. In Meeting, Workshops und Trainings gehe ich gerne für einen Augenblick in einen – wie immer man es auch nennen mag  – kontemplativen Zustand, um zu spüren, was nun dran ist (was soll ich sagen, tun, handeln?)
  4. Wie schaffe ich es in einer bewussten Haltung zu bleiben/zurückzukehren
    Mit dieser Frage experimentiere ich seit über 20 Jahren auf verschiedene Weisen, zB durch Zazen-Meditation. Früher habe ich den Anspruch auf bewusste Lebenshaltung als eine Form von Anstrengung empfunden wie qualitativ hochwertiges Wahrnehmen. Auf meinem spirituellen Weg (hier beschrieben) hat sich für mich gezeigt, dass der Zustand des reinen Seins eine überraschende Form von Leichtigkeit hat. Ich falle öfters in diesen Zustand im Alltag, wenn auch nur für ein paar Minuten. Kann dann einen Zustand genießen ohne Geplapper des Verstandes mit seinen Kommentaren, sondern Auftanken an der Quelle.  Vor allem hilfreich ist für mich der Tipp von Ramana Maharshi, der Frage nachzuspüren: „Wer bin ich?“.
    Suche den, den sucht. Habe ich über Jahre gemacht, bis sich die Suche erledigt hat. Peng!
    Ich benötige nicht wie früher in der ZEN-Meditation Ruhe, sondern nehme all das wahr, was gerade ist (zB Emotionen) und gehe tiefer hinein, ohne zu bewerten oder Gedanken anhaften zu lassen.
  5. Was tue ich, wenn Bewusstsein in der Esoterik-Schublade landet?
    Je nach Laune nutze ich die Steilvorlage oder ich lasse es ruhen, bis es für den Gesprächspartner zum höher priorisiertem Thema wird.
  6. Was soll ein Bewusstseinkongress beinhalten, damit ich Ihn besuche?
    Praxisübungen und Anwesenheit von spirituellen Lehrern, die ich schon lange mal (wieder) sehen wollte, aber auch: Unerwartetes Neues kennenlernen

Das Stöckchen überreiche ich Gabriele Palm von Innesein Blog/Forum

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